FAQ

Diese Seite geht auf einige häufige Fragen ein und gibt Hinweise zu Massenspeichern am Atari. Beachten Sie, dass manche dieser Informationen nur auf die aktuelle Version von HDDRIVER zutreffen.

Installation und Partitionierung
Verliere ich beim Umstieg von einem anderen Treiber auf HDDRIVER Daten?
Nein, alle vorhandenen Daten bleiben bei der Installation von HDDRIVER erhalten. Eine Sonderbehandlung erfordern Platten, die mit alten Versionen der ICD-Treibersoftware eingerichtet wurden, und daher keine standard-konforme Partitionierung aufweisen. In diesem Fall ist eine Konvertierung von Daten erforderlich. Software hierzu liegt HDDRIVER bei. Die Konvertierung erfolgt ohne Datenverlust.
Wieviel RAM benötigt HDDRIVER?
Der von Festplattentreibern für den Atari benötigte Hauptspeicher hängt von der größten vorhandenen Partition ab. Für minimalen Speicherverbrauch konfiguriert und bei kleinen Partitionen belegt HDDRIVER weniger als 28 KiB RAM.
HDDRUTIL benötigt 1 MiB RAM.
Was ist die maximale von HDDRIVER unterstützte Festplatten-Kapazität?
HDDRIVER unterstützt Platten beliebiger Kapazität. Platten > 2 TiB können mit TOS, MagiC oder MiNT nicht in ihrer vollen Kapazität genutzt werden. Tools wie HDDRUTIL und DISKUS, die 64-Bit-Sektornummern unterstützen, können mit dem in HDDRIVER integrierten SCSI-Treiber auf Sektoren jenseits der 2 TiB-Grenze zugreifen. Am ACSI-Bus des ST/STE lassen sich Massenspeicher mit einer Kapazität > 1 GiB nur mit geeigneten Hostadaptern oder Speicherkarten-Adaptern in ihrer vollen Kapazität nutzen.
Was ist die maximale von HDDRIVER unterstützte Partitionsgröße?
Die Obergrenze hängt vom Betriebssystem und vom Dateisystem ab. TOS 1.00/1.02 unterstützt Partitionen bis zu 256 MiB, TOS 1.04-3.06 bis zu 512 MiB, TOS 4.0x bis zu 1 GiB, MagiC bis zu 2 GiB. Diese Angaben gelten auch für Bootpartitionen sowie für TOS/Windows-kompatible Partitionen. Mit Big-DOS lassen sich die TOS-Limits heraufsetzen. MiNT und MagiC unterstützen Dateisysteme (FAT32/ext2), die praktisch keine Größenbeschränkung besitzen.
Wie viele Laufwerke/Partitionen unterstützt HDDRIVER?
Alle TOS-Versionen unterstützen bis zu 16 BIOS-Laufwerke. Mit HDDRIVER können alle diese Laufwerke Partitionen zugewiesen werden. Mit MagiC unterstützt HDDRIVER bis zu 25 Partitionen, mit MiNT oder Big-DOS bis zu 31 Partitionen.
Müssen einzelne Partitionen nach dem Partitionieren initialisiert werden?
Nein, davon ist abzuraten. Das Initialisieren einer Partition ist eine potenziell gefährliche Operation, die Expertenwissen erfordert und nur in speziellen Fällen Sinn macht.
Gehört HDDRIVER in den AUTO-Ordner?
Nein, HDDRUTIL installiert HDDRIVER stets als HDDRIVER.SYS im Wurzelverzeichnis der bei der Treiber-Installation ausgewählten Partition. Es ist nicht sinnvoll, HDDRIVER zusätzlich in den AUTO-Ordner zu legen.
Hier gibt es nur eine Ausnahme: Spezielle Installationen in Software-Emulatoren, bei denen das System nicht von einer emulierten Festplatte sondern von einem GEMDOS-Laufwerk gebootet wird, erfordern HDDRIVER.PRG im AUTO-Ordner dieses Laufwerks.
Benötigt HDDRIVER zusätzliche AUTO-Ordner-Programme wie FOLDRxxx oder CACHExxx?
Nein, mit HDDRIVER werden diese Programme nicht benötigt. HDDRIVER kann stattdessen mit den entsprechenden Einstellungen konfiguriert werden.
Hardware-Unterstützung
Unterstützt HDDRIVER Speicherkarten?
Ja, Speicherkarten wie SD, CF oder MMC werden von HDDRIVER voll unterstützt. Sie sind ideal für den Datenaustausch mit anderen Plattformen, und sie stellen preiswerte und lautlose Alternativen zu Festplatten dar. Mit HDDRIVER ist auch das Booten von einer Speicherkarte möglich.
Beachten Sie, dass für Speicherkarten die HDDRIVER-Einstellungen für Wechselmedien relevant sind.
Unterstützt HDDRIVER Atari SH- und Megafile-Platten?
Ja, alle Platten der SH- und Megafile-Serien werden voll unterstützt.
Unterstützt HDDRIVER beliebige SCSI-Platten?
Am SCSI-Bus des TT oder Falcon lassen sich beliebige Single Ended SCSI-Platten (nicht aber LVD SCSI-Platten) betreiben. Platten mit einer Busbreite von 16 Bit (z. B. Ultra-320- oder SCA-Platten) erfordern einen Adapter, der die Busbreite auf 8 Bit reduziert. Solche Adapter werden von zahlreichen Herstellern angeboten.
Welche Hardware unterstützt am ACSI-Bus Platten/Speicherkarten > 1 GiB?
SCSI-Platten > 1 GiB am ACSI-Bus benötigen spezielle Hardware, um die volle Laufwerks-Kapazität nutzen zu können. Geeignete Hardware sind die Adapter von Inventronik, die GigaFile, die UltraSatan, der ICD Link und der LINK96/97. (Diese Liste ist nicht unbedingt vollständig.)
HDDRIVER erkennt eine SCSI-Platte am ST/STE nicht.
ST und STE besitzen keinen echten SCSI-Bus, sondern nur den Atari-spezifischen ACSI-Bus. Gewisse Geräte (solche, die die so genannte Initiator-Identifizierung voraussetzen) lassen sich an diesem Bus nur mit den Hostadaptern LINK96/97 oder den Adaptern von Inventronik betreiben. Außerdem muss bei anderen Adaptern möglicherweise der Paritycheck der Platte abgeschaltet werden.
Unterstützt HDDRIVER SATA-Laufwerke?
Ja, mit einem IDE-nach-SATA-Adapter lassen sich SATA-Festplatten/SSDs oder auch SATA-DVD/BD-Laufwerke an der IDE-Schnittstelle anschließen und mit HDDRIVER betreiben.
Lassen sich mit HDDRIVER IDE- oder SATA-Laufwerke am SCSI-Bus betreiben?
Ja, mit einer Acard AEC-7720U SCSI-nach-IDE-Bridge wurden IDE- und SATA-Laufwerke (letztere mit zusätzlichem IDE-nach-SATA-Adapter) erfolgreich mit HDDRIVER am SCSI-Bus betrieben. Wie gut dies funktioniert mag jedoch vom jeweiligen Laufwerk und Adapter abhängen.
Unterstützt HDDRIVER die UltraSatan?
Ja, aber aufgrund von Inkompatibilitäten mit dem SCSI-Standard bei alten UltraSatan-Firmware-Versionen ist die Verwendung der Firmware-Version 1.20 oder neuer erforderlich.
Wie bei jedem Gerät mit wechselbaren Medien sind auch bei der UltraSatan die Einstellungen für Wechselplatten zu beachten, die sich mit HDDRUTIL vornehmen lassen.
HDDRIVER meldet bei jedem Boot-Vorgang eine andere ID für ein IDE/ATAPI/SATA-Laufwerk.
IDE- und ATAPI-Geräte sollten am Atari nicht in der Cable-Select-Einstellung betrieben, sondern ausdrücklich entweder als Master oder als Slave gejumpert werden.
Gibt es irgendwelche Einschränkungen beim Booten von ACSI?
TOS kann nur vom ACSI-Bus booten, wenn der gebootete Festplattentreiber nicht ins Alternate RAM (TT-RAM) geladen wird.
Gibt es irgendwelche Einschränkungen beim Booten von IDE?
TOS kann nur von einer als Master konfigurierten Platte an der ersten IDE-Schnittstelle booten, wenn diese Platte an der IDE-Schnittstelle des Atari partitioniert wurden. Dies liegt daran, dass die Verdrahtung der IDE-Schnittstelle bei Ataris nicht die anderswo bei IDE und SCSI übliche Byte-Order aufweist.
Das Suska-Board verwendet die anderswo übliche Byte-Order und ist daher von dieser Einschränkung nicht betroffen.
Ist HDDRIVER für neue Hardware-Schnittstellen vorbereitet?
Ja. Obwohl HDDRIVER selbst voraussichtlich keine Schnittstellen unterstützen wird, die nicht voll kompatibel zu den Schnittstellen des ST, TT oder Falcon030 sind, wurde Vorsorge getroffen: HDDRIVER und HDDRUTIL unterstützen jede Hardware-Schnittstelle, für die ein SCSI-Treiber existiert. Entwickler neuer Schnittstellen brauchen lediglich einen SCSI-Treiber für ihre Hardware bereitzustellen. Auf der Downloads-Seite finden Sie eine Liste der verfügbaren SCSI-Treiber.
HDDRIVER selbst besitzt SCSI-Treiber für Atari ACSI, Atari SCSI, Atari/Milan IDE, Atari/Milan ATAPI und Atari/Milan SATA.
Datenaustausch
Unterstützt HDDRIVER den Datenaustausch mit PCs und Macs?
Ja, mit Hilfe der TOS/Windows-kompatiblen Partitionierung lassen sich Daten leicht und ohne zusätzliche Software mit Windows (ab Windows XP), Linux und macOS austauschen. Es lassen sich sowohl FAT16- als auch FAT32-Partitionen für den Datenaustausch nutzen.
TOS/Windows-kompatible Medien lassen sich unter Windows oder macOS nicht verwenden.
Eventuell wurden diese Medien mit den falschen physikalischen Laufwerksparametern oder der falschen Byte-Order eingerichtet. Eine manuelle Anpassung der bei der Partitionierung verwendeten Parameter kann hier Abhilfe schaffen.
Warum findet Windows nur eine Partition auf einem Wechselmedium, obwohl es mehrere gibt?
Dies ist eine grundsätzliche Einschränkung von Windows: Auf Medien, die Windows als wechselbar ansieht (dazu zählen auch Speicherkarten), wird nur eine einzige Partition unterstützt. Mehrere Partitionen pro Medium sind bei Windows nur bei nicht wechselbaren Platten möglich.
Warum lassen sich große TOS-Partitionen unter Linux nicht mounten?
Die maximale von Linux unterstützte logische Sektorgröße ist 4096 Bytes. Zu TOS 1.00/1.02 kompatible TOS-Partitionen größer als 128 MiB und zu TOS 1.04 oder neuer kompatible Partitionen größer als 256 MiB haben jedoch logische Sektoren größer als 4096 Bytes. Solche Partitionen lassen sich unter Linux nur mit den mtools verwenden. TOS/Windows-kompatible Partitionen derselben Größe haben kleinere logische Sektoren und lassen sich als Windows-Partitionen mounten.
Kann TOS HDDRIVER von einer TOS/Windows-kompatiblen Partition booten?
Ja, sofern die Partition nicht bytegeswappt ist. TOS/Windows-kompatible Medien, die am IDE-Bus eines Falcon oder ST verwendet werden, müssen bytegeswappt sein, d. h. von ihnen kann TOS nicht booten. Von TOS/Windows-kompatiblen Medien, die am ACSI- oder SCSI-Bus verwendet werden, kann hingegen gebootet werden, da für diese Busse kein Byteswapping erforderlich ist.
Demnach lässt sich HDDRIVER insbesondere mit UltraSatan oder GigaFile von TOS/Windows-kompatiblen Speicherkarten booten.
Sonstiges
Woran liegt es, wenn dasselbe SCSI-Gerät auf allen SCSI-IDs gemeldet wird?
Dies passiert, falls die SCSI-ID des Computers identisch mit einer der SCSI-IDs der angeschlossenen Geräte ist. Stellen Sie sicher, dass die SCSI-ID Ihres TT oder Falcon, die im NVRAM gespeichert ist, eindeutig ist. Außerdem sollte die SCSI-ID des Computers die höchste ID auf dem Bus sein, also 7 falls nur ein Computer am Bus hängt.
Was ist in Verbindung mit Cubase Audio zu beachten?
Cubase Audio steuert den SCSI-Bus des Falcon nicht standard-konform an, was zu Problemen mit HDDRIVER 8 und neuer führen kann. Falls die CAFFIX-Software, die HDDRIVER beiliegt, keine Abhilfe schafft, bleibt mangels korrigierter Versionen von Cubase als Notlösung nur die Verwendung der letzten Version 7.93 von HDDRIVER 7. Diese Version unterstützt zwar weniger Peripheriegeräte als aktuelle Versionen von HDDRIVER, funktioniert dafür aber mit Cubase. Die meisten Funktionen des aktuellen HDDRUTIL lassen sich übrigens auch mit HDDRIVER 7.93 nutzen.
Anwender neuerer Versionen von HDDRIVER können HDDRIVER 7.93 kostenlos per E-Mail anfordern.
Unterstützt HDDRIVER Hatari?
Ja, allerdings ist Hataris SCSI-Emulation unvollständig. Man sollte HDDRIVER für Hatari so konfigurieren, dass nicht auf SCSI-Geräte geprüft wird, da sonst das Starten von HDDRIVER sehr lange dauert. In Verbindung mit ACSI-Images sollte Hatari 1.8.0 oder neuer verwendet werden, da die ACSI-Emulation älterer Versionen recht fehlerhaft ist.
Mit Hatari lassen sich übrigens die emulierten IDE-Platten auch mit TOS 2.06 und 3.06 nutzen, allerdings kann TOS 3.06 im Gegensatz zu TOS 2.06 und 4.0x nicht von IDE-Platten booten.
Lässt sich HDDRUTIL mit einem anderen Treiber als HDDRIVER verwenden?
Ja, die Wartungsfunktionen von HDDRUTIL benötigen lediglich SCSI-Treiber- und XHDI-Unterstützung. Jeder Treiber, der eine korrekte Implementierung dieser offenen, nicht proprietären Software-Schnittstellen bietet, ist als Grundlage für HDDRUTIL geeignet. Dies gilt für eine beliebige Hardware-Schnittstelle, auch für mögliche neue Schnittstellen von Atari-Clones.